Worum geht es?
In der heutigen IT-Welt sind moderne Deployments geprägt von verschiedenen Abstraktionsschichten, zu denen auch Virtualisierungen gehören. Sie ermöglichen es, physische Hardware-Ressourcen so zu abstrahieren, dass eine Vielzahl von Workloads, wie beispielsweise virtuelle Maschinen (VMs), effizienter genutzt werden können. Diese Technologie war lange Zeit das Hauptgeschäft von VMware. Doch seit der Übernahme von VMware durch Broadcom sind viele Kunden unzufrieden, insbesondere aufgrund einer neuen Lizenzpolitik, die zu einem sinkenden Vertrauen in diese Lösung führt. Plötzlich wird das Open-Source-Projekt KubeVirt attraktiver, das es Anwendern ermöglicht, VM-Workloads nahtlos direkt in Kubernetes-Implementierungen bereitzustellen und zu verwalten. KubeVirt wird seit 2016 vom Linux-Anbieter Red Hat entwickelt und ist seit 2019 ein Teil der Cloud Native Computing Foundation (CNCF). Durch diese Zugehörigkeit profitiert KubeVirt von einem breiten Netzwerk an Unterstützern, darunter bedeutende Namen wie Apple, CloudFlare und IBM. KubeVirt hat sich das Ziel gesetzt, sowohl Container als auch VMs innerhalb einer einzigen Kubernetes-Umgebung zu betreiben. Dies ist ein bemerkenswerter Schritt, da Kubernetes typischerweise auf Container-Virtualisierung ausgerichtet ist und traditionelle Virtualisierungsplattformen (wie VMware vSphere) separate Management-Tools benötigen. Mit KubeVirt können sowohl VMs als auch Container die gleichen Kubernetes-Ressourcen und Tools nutzen, was einen bedeutenden Mehrwert darstellt. Ein weiterer Vorteil ist, dass KubeVirt IT-Teams die Möglichkeit bietet, ihre Legacy-Anwendungen in Cloud-nativen Umgebungen zu betreiben, ohne sie sofort containerisieren zu müssen. Zudem wird die Ressourcennutzung optimiert, da VMs und Container auf derselben Hardware betrieben werden können. Dies fördert nicht nur die Betriebseffizienz, sondern ermöglicht auch eine schrittweise Umwandlung von VMs in Microservices. Die Architektur von KubeVirt baut auf zentralen Komponenten wie Customer Resource Definitions (CRDs) und einem virt-api-server auf, die es den Teams ermöglichen, VM-bezogene Spezifikationen zu verwalten. Die Vorteile sind zahlreich: eine vereinheitlichte Plattform für beide Workload-Typen, Kosteneffizienz und die Möglichkeit, die nativen Sicherheitsmerkmale von Kubernetes zu nutzen. Dennoch gebührt auch den Herausforderungen Beachtung, wie einer steilen Lernkurve und potenziellen Performance-Einbußen im Vergleich zu Bare-Metal-Lösungen. KubeVirt kann insbesondere bei der Migration von VMware-basierten Workloads in Kubernetes-Umgebungen nützlich sein. Dabei gibt es zwei Ansätze: eine Lift-and-Shift-Migration, die weniger Änderungen erfordert, und die umfassendere Variante des Rebuildings, bei der neue VMs direkt in KubeVirt angelegt werden.Zusammenfassung
- KubeVirt ermöglicht das Management von VMs und Containern innerhalb einer einzigen Kubernetes-Umgebung, wodurch Ressourcen besser genutzt werden.
- Das Open-Source-Projekt wird von führenden Technologieunternehmen unterstützt und profitiert von der Infrastruktur der Cloud Native Computing Foundation.
- Die Migration bestehender VMware-Workloads zu KubeVirt kann erleichtert werden, wobei unterschiedliche Migrationsstrategien zur Verfügung stehen.
Was heißt das genau?
Für Tech-Interessierte ist KubeVirt eine spannende Technologie, die insbesondere angesichts der Unzufriedenheit mit traditionellen Virtualisierungs-Plattformen wie VMware an Bedeutung gewinnt. Unternehmen, die in der Vergangenheit stark auf VMware gesetzt haben, sollten sich dringend mit den Möglichkeiten von KubeVirt befassen, um ihre IT-Infrastruktur zukunftssicher zu machen. Die zentrale Erkenntnis besteht darin, dass KubeVirt nicht nur eine Möglichkeit darstellt, Ressourcen effizienter zu managen, sondern auch einen bedeutenden Schritt in Richtung einer vereinheitlichten IT-Plattform ermöglicht. Es ist für IT-Teams wichtig, sich mit den neuen Tools und Prozessen vertraut zu machen, die KubeVirt mit sich bringt. Darüber hinaus sollte eine sorgfältige Planung und Evaluation der Migrationsstrategien erfolgen, um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten. Durch ein proaktives Auseinandersetzen mit KubeVirt können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Herausforderungen der digitalen Transformation besser meistern.Quelle
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Beitrag KubeVirt erklärt
Quelle: COMPUTERWOCHE startet mit neuem Web-Auftritt durch | Computerwoche
Thu, 03 Apr 2025 04:19:44 +0000